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Was macht den Norden anders?
Der Norden von Bonaire ähnelt kaum dem Süden. Wo der Süden flach und kahl ist, wird es hier hügelig und grüner, mit kurvenreichen Straßen und Aussichtspunkten über die Küste. Du fährst an Klippen vorbei, durch Täler mit Kakteen und am Goto-See entlang, und du kommst durch Rincon, das älteste Dorf der Insel.
Diese Nord-Bonaire-Route füllt einen halben bis ganzen Tag, je nachdem, wie viel du anhältst und ob du auch den Washington-Slagbaai-Park machen möchtest. Letzteres ist ein Tag für sich. Die Entfernungen bleiben klein: Von Kralendijk nach Rincon fährst du etwa dreiviertel Stunden. Es fühlt sich unterwegs weiter an, als es ist, weil sich die Landschaft ständig verändert.
Was viele Besucher überrascht, ist, wie grün es hier nach Regen sein kann. In den trockenen Monaten überwiegen Grau und Braun, aber nach ein paar Schauern färbt sich das ganze Gebiet innerhalb von Tagen um.
| Zeitpunkt | Stopp | Warum |
|---|---|---|
| Früher Morgen | Schnorchelhalt entlang der Küstenstraße | Wasser ist dann am klarsten und ruhigsten |
| Vormittag | Geh zum Meer | Aussicht und Chance auf Flamingos |
| Später Vormittag | Rincon | Koffie, das Dorf und das Tal |
| Mittag | Aussichtspunkte entlang der Nordküste | Rüde Küste und weiter Blick |
| Nachmittag | Zurück über die Küstenstraße | Noch einmal ins Wasser bei Kralendijk |
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Die Küstenstraße nach Norden
Von Kralendijk aus fährst du an der Küste entlang nach Norden. Fast sofort kommst du an Schnorchelplätzen vorbei, die mit gelben Steinen markiert sind, wobei das Riff ganz in der Nähe des Ufers liegt. Beginne mit einem kurzen Schnorchelstopp, solange das Wasser noch ruhig ist. Bekannte Plätze auf diesem Abschnitt sind gut zu machen, obwohl der Einstieg nicht überall gleich einfach ist.
Mehr darüber steht in unserem Leitfaden über 1000 Stufen auf Bonaire und in unserem Reiseführer über die besten Schnorchelplätze auf Bonaire. An dieser Stelle sind die Taucher oft schon früh bei den gelben Steinen bereit. Wenn an einer Stelle viel los ist, fahr einfach zur nächsten weiter, denn sie liegen dicht beieinander.
Der Gotosee
Etwas weiter im Landesinneren liegt der Gotomeer, ein großer, flacher Salzwassersee, in dem Flamingos vorkommen. Von der hohen Seite aus blickst du über das Wasser und die Hügel dahinter. Du kannst die Chance haben, die Vögel zu sehen, aber sicher ist es niemals. Bleib auf dem Weg und benutze ein Fernglas.
Mehr darüber steht in unserem Leitfaden über der Goto-See auf Bonaire. Es gibt mehrere Stellen entlang der Straße, an denen man Ausschau halten kann. Der höchste Punkt bietet die schönste Übersicht, aber die tiefer gelegenen Punkte bringen einen näher ans Wasser.
Der See ist über den Untergrund mit dem Meer verbunden. Dadurch ist das Wasser salzig und enthält Nahrung, von der die Vögel angezogen werden, obwohl er ein Stück landeinwärts liegt.
Rincon: das älteste Dorf
Rincon liegt in einem Tal zwischen den Hügeln. Diese Lage ist kein Zufall: Vom Meer aus war das Dorf nicht zu sehen, was Schutz vor Piraten bot. Es ist ein ruhiger Ort mit bunten Häusern, einer Kirche und ein paar einfachen Geschäften, wo man etwas essen oder trinken kann. Das Tempo ist spürbar niedriger als in Kralendijk.
Für die meisten Besucher ist es ein Halt von einer halben bis zu einer Stunde, genau richtig, um kurz aus dem Auto zu sein. Im Dorf findet man auch eine Anzahl kleiner Geschäfte und manchmal lokale Köstlichkeiten. Fragt ruhig, wo etwas zu bekommen ist, denn die Leute weisen euch hier leicht den Weg.
Das Dorf ist auch das kulturelle Herz der Insel. Das ganze Jahr über finden dort Feste und Umzüge statt, von denen das Erntefest das bekannteste ist.
Aussichtspunkte und die raue Nordküste
Von Rincon aus fährst du weiter in den Norden, wo die Straße entlang von Klippen verläuft und du auf das Meer blickst. Es ist hier windig und der Wellengang ist ein Stück rauer als an der Westküste. Unterwegs gibt es Punkte, an denen du anhalten kannst, um zu schauen. Bleibe in Entfernung von der Kante, denn die Felsen sind scharf und es ist dort glatt durch das aufspritzende Wasser.
Schwimmen ist auf dieser Seite keine gute Idee. Dafür gehst du zurück an die geschützte Westküste. Der Wind weht hier fast immer stark. Öffne deine Autotür vorsichtig und achte auf lose Sachen, die du zum Aussichtspunkt mitnimmst.
An manchen Stellen siehst du natürliche Brücken und Buchten, die von den Wellen ausgespült wurden. Halte dort Abstand, denn der Rand ist weniger stabil, als er aussieht.
Den Norden mit einem Reiseführer erkunden
Möchtest du die Geschichte zur Landschaft hören, ist eine Inseltour eine gute Alternative. Du erhältst Erklärungen zu Rincon, dem Gotosee und der Natur unterwegs. Eine solche Rundfahrt kombiniert meist den Norden mit dem Süden, wodurch du an einem Tag beide Seiten siehst. Mehr darüber steht in unserem Guide über die Die besten Inseltouren auf Bonaire.
Ein Reiseleiter weiß meistens, wo sich die Flamingos in dieser Woche aufhalten und welche Nebenwege zu diesem Zeitpunkt gut befahrbar sind. Das spart das Suchen und Verirren.
Washington Slagbaai: separat planen
Weiter nördlich beginnt der Washington Slagbaai-Nationalpark. Der Park hat eigene Öffnungszeiten, eine letzte Einfahrtszeit und eigene Bestimmungen für Fahrzeuge. Die Fahrt durch den Park nimmt einen Großteil des Tages in Anspruch, daher solltest du diese nicht mit dieser Rundfahrt kombinieren. Plane dafür einen separaten Tag ein.
Was du im Park erwarten kannst, steht in unserem Leitfaden über Nationalpark Washington-Slagbaai. Kommst du zu spät am Park an, wirst du nicht mehr eingelassen. Berechne die Fahrzeit ab Kralendijk großzügig, besonders wenn du unterwegs noch anhalten möchtest.
Wie lange dauert die Route?
Reine Fahrzeit beträgt etwa zwei Stunden. Mit Zwischenstopps am See, in Rincon und an den Aussichtspunkten füllt man einen halben bis ganzen Tag damit. Möchtest du auch schnorcheln, rechne dann mit einem ganzen Tag. Beginne dann früh, denn das Wasser ist am Morgen am ruhifsten.
Ein ausgearbeitetes Pendant für die andere Seite der Insel steht in unserem Leitfaden über die Süd-Bonaire-Route. Wenn du es kompakt halten möchtest, mach nur den Goto-See und Rincon und fahr auf demselben Weg zurück. Das ist an einem Vormittag zu schaffen.
Plane die Fahrt nicht an deinem Ankunftstag. Nach einem langen Flug ist ein Tag mit viel Sonne, Wind und kurvigen Straßen anstrengender als er scheint.
Wegen und Autoauswahl
Die durchgehenden Straßen im Norden sind asphaltiert und mit einem normalen Mietwagen gut zu befahren. Sie sind jedoch schmal, kurvig und es befinden sich manchmal freilaufende Tiere auf der Straße. Ein Teil der Nebenstraßen ist unbefestigt. Diese sind meistens passierbar, aber nach Regen können sie schwieriger werden. Fahr nicht darauf, wenn du Zweifel hast.
Für Washington Slagbaai gelten besondere Anforderungen an das Fahrzeug. Erkundige dich bitte vorab beim Park selbst. Fahr in den Kurven vorsichtig. Entlang der Straße laufen Esel und Ziegen, die manchmal direkt hinter einer Kurve mitten auf der Fahrbahn stehen.
Was nimmst du mit?
Wasser ist am wichtigsten, denn unterwegs ist kaum etwas zu kaufen. Nimm außerdem Sonnencreme, eine Kappe, eine Sonnenbrille und ein Fernglas mit. Tanke, bevor du losfährst, und nimm etwas Bargeld für Rincon mit. Schnorchelausrüstung und Badeschuhe sind praktisch, wenn du unterwegs ins Wasser möchtest.
Eine vollständige Liste findest du in unserem Leitfaden über die Packliste für Bonaire. Nimm eine Mütze oder Kappe, die gut sitzt. An den Aussichtspunkten weht alles, was lose ist, sofort weg.
Nimm eine zusätzliche Flasche Wasser mit. Falls du nicht weiterkommst oder die Fahrt länger dauert als geplant, bist du froh, wenn du sie dabei hast.
Wann gehst du am besten?
Geh früh. Es ist dann kühler, die Tiere sind aktiver und du hast die beste Chance auf klares Wasser, wenn du unterwegs schnorchelst. Nach einer Regenzeit ist der Norden auffallend grüner. Wer die Landschaft von ihrer schönsten Seite sehen möchte, plant die Fahrt also lieber am Ende der feuchten Jahreszeit.
Mehr über Monate und Wetter steht in unserem Leitfaden über die beste Reisezeit für Bonaire. Fahr im Dunkeln nicht zurück, wenn es nicht nötig ist. Die Straßen sind unbeleuchtet und die Tiere sind dann schlecht zu sehen.
Unterwegs mit Kindern
Für Kinder ist die Fahrt selbst weniger interessant als die Stopps. Wechsle also ab: kurz am See ausschauen, etwas trinken in Rincon und danach ins Wasser. Halte den Tag kürzer, als du es ohne Kinder tun würdest. Ein halber Tag im Norden mit einem Strandnachmittag danach funktioniert besser als die ganze Schleife mit allen Stopps.
Weitere Tipps stehen in unserem Leitfaden über Bonaire mit Kindern. Mach unterwegs ein Suchspiel daraus: Wer als Erster einen Leguan, einen Esel oder einen Flamingo sieht. Das hält die Fahrt länger am Laufen als nur die Aussicht.
Mach unterwegs eine kurze Pause an einem schattigen Ort. Diese sind Mangelware, also ist es der Moment anzuhalten, wenn du einen antriffst.
Häufig gestellte Fragen zur Nord-Bonaire-Route
Wie lange dauert die Nord-Bonaire-Route?
Das reine Fahren dauert etwa zwei Stunden. Mit Zwischenstopps am Gotosee, in Rincon und an den Aussichtspunkten ist man einen halben bis ganzen Tag unterwegs.
Kann man den Norden mit einem gewöhnlichen Mietwagen machen?
Die Durchgangsstraßen schon. Ein Teil der Nebenstraßen ist unbefestigt, und für Washington Slagbaai gelten besondere Anforderungen an das Fahrzeug. Überprüfe diese vorab beim Park.
Kannst du die Route mit Washington Slagbaai kombinieren?
Besser nicht. Der Park beansprucht einen großen Teil des Tages und hat eigene Öffnungszeiten. Plane dafür einen separaten Tag ein.
Siehst du unterwegs Flamingos?
Am Goto-See hast du vielleicht Glück, besonders früh am Morgen oder am späten Nachmittag. Es sind wilde Tiere, daher ist es niemals sicher.
Kannst du unterwegs baden?
Auf der Westseite schon, dort liegen die Schnorchelplätze entlang der Küstenstraße. Die Nordküste selbst ist rau und nicht zum Schwimmen geeignet.
Gibt es unterwegs Essen und Trinken zu kaufen?
In Rincon gibt es ein paar einfache Geschäfte. Für den Rest der Route nimmst du selbst Wasser und etwas zu essen mit.
Lieber mitfahren und die Geschichte dazu hören? Dann schaue dir an, welche Aktivitäten und Ausflüge zu deiner Reise passen.
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