In diesem Artikel
Zwei ganz verschiedene Strandtage
Klein Bonaire und Sorobon sind die beiden bekanntesten Strandtage der Insel, aber sie ähneln einander überhaupt nicht. Die Wahl zwischen Klein Bonaire oder Sorobon hängt vor allem davon ab, was du an diesem Tag tun möchtest. Klein Bonaire ist eine unbewohnte Insel vor der Westküste mit weißem Strand, Korallen direkt am Ufer und keinerlei Einrichtungen. Du fährst mit dem Wassertaxi oder mit einer Bootstour dorthin.
Sorobon liegt am Lac Bay an der Ostseite, mit seichtem und ruhigem Wasser, fast immer Wind, Windsurfern auf dem Wasser und Beachclubs, wo man etwas essen und trinken kann. Was sie gemeinsam haben: Beide liegen im geschützten Meerespark und beide sind in einem halben Tag zu machen. Ansonsten ist der Unterschied ungefähr so groß, wie er auf einer kleinen Insel sein kann.
Die Wahl hängt auch davon ab, wo du dich aufhältst. Bist du in oder nahe bei Kralendijk, dann ist Klein Bonaire logistisch am einfachsten. Bist du an der Südseite, dann erspart dir Sorobon eine Fahrt durch das Zentrum.
| Thema | Klein Bonaire | Sorobon |
|---|---|---|
| Wasser | Klarer, korallennaher Strand | Seicht, warm, Seegras |
| Schnorcheln | Riff mit vielen Fischen | Seegras, manchmal eine Schildkröte |
| Ausstattung | Nein, alles selbst mitnehmen | Beachclubs und Sonnenliegen |
| Wind | Geschütztes, ruhiges Wasser | Fast immer Wind |
| Kleine Kinder | Kann, aber kein Schatten oder Hilfe | Sehr gut geeignet, seicht und ruhig |
| Erreichbar | Nur mit dem Boot | Mit dem Auto, eine halbe Stunde Fahrt |
Schieb die Tabelle zur Seite, um alle Spalten zu sehen.
Wähle Klein Bonaire, wenn du schnorcheln möchtest
Das Wasser um Klein Bonaire ist das deutlichste Argument. Das Riff beginnt nah am Ufer, die Sicht ist meistens gut und du siehst dort viele Rifffische. Du kannst dort die Chance auf eine Meeresschildkröte haben, aber es sind Wildtiere und sicher ist es niemals. Halte immer Abstand und berühre sie nicht.
Möchtest du vor allem unter Wasser schauen, ist dies die bessere Wahl. Mehr darüber steht in unserem Leitfaden über einen Besuch auf Klein Bonaire. Auch der Strand selbst ist anders. Der Sand besteht aus feinem Korallenkies, wodurch er weiß aussieht und das Wasser sich dadurch türkis färbt.
Vom Strand, wo die Boote ankommen, läuft man direkt ins Wasser, aber wer ein Stück an der Küste entlanggeht, findet schnell einen ruhigeren Ort mit genauso gutem Korallenriff.
Wähle Sorobon, wenn du ruhig schwimmen möchtest
Am Lac Bay gibt es keinen Wellengang und das Wasser bleibt lange flach. Man geht Dutzende Meter in das Meer hinein und steht dann immer noch bis zur Taille im Wasser. Für kleine Kinder, für diejenigen, die sich im Meer nicht so sicher sind, oder für einen Tag, an dem man sich vor allem ausruhen möchte, ist das angenehmer als ein Riff.
Mehr darüber steht in unserem Leitfaden über Sorobon Beach und Lac Bay. Da das Wasser so seicht ist, erwärmt es sich schnell. Das ist angenehm für diejenigen, denen das Meer normalerweise zu kalt ist, aber erfrischend ist es nicht.
Auch angenehm: Man kann dort im Stehen plaudern, mit Kindern spielen oder einfach im Wasser sitzen bleiben. Das klingt klein, aber es macht den Tag ganz anders als das Schwimmen über einem Riff.
Ausstattung: der größte Unterschied
Auf Klein Bonaire gibt es nichts. Kein Wasserhahn, keine Toilette, kein Essen, kein Leihmaterial und kaum Schatten. Alles, was du an diesem Tag brauchst, kommt in deine Tasche. Auf Sorobon gibt es Strandclubs, wo du eine Sonnenliege mieten und etwas essen und trinken kannst. Öffnungszeiten und Angebot wechseln, überprüfe dies also vor Ort.
Für einen langen Tag mit Kindern macht das einen großen Unterschied. Für einen halben Tag Ruhe zählt es weniger schwer. Wenn du für Klein Bonaire einen Sonnenschirm mitnimmst, dann verändert sich der Tag beträchtlich. Ohne Schatten halten es die meisten Menschen dort keinen ganzen Tag aus.
Auf Sorobon muss man nichts im Voraus regeln. Man steigt mit einem Handtuch aus dem Auto und der Rest ergibt sich von selbst, und das spart an einem faulen Tag Mühe.
Mit dem Wassertaxi nach Klein Bonaire
Das Wassertaxi fährt vom Ufer in Kralendijk auf einer kurzen Fahrt zum No Name Beach und holt dich zu einer vereinbarten Zeit wieder ab. Du kaufst also keine Tour, sondern eine Überfahrt. Was du auf der Insel tust, bestimmst du selbst. Mehr dazu steht in unserem Reiseführer über die Wassertaxi nach Klein Bonaire.
Behalte das letzte Boot zurück gut im Auge. Verpasst du das, dann sitzt du auf einer Insel ohne Annehmlichkeiten und ohne zuverlässigen Empfang.
Wind: angenehm oder störend?
Auf Bonaire weht fast immer der Passatwind. Am Lac Bay spürt man diesen in vollem Maße, was die Temperatur angenehm macht, aber auch bedeutet, dass lose Gegenstände wegwehen. Klein Bonaire liegt auf der geschützten Seite der Insel, wodurch das Wasser dort ruhiger ist. Zum Schnorcheln ist das genau das, was man sich wünscht.
An einem windigen Tag ist Sorobon also oft die bessere Wahl, und an einem ruhigen Tag kommt Klein Bonaire am besten zur Geltung. Bei Sorobon weht der Sand kaum weg, weil der Boden dort fester ist. Was allerdings wegweht, sind Handtücher, leere Flaschen und alles, was leicht ist.
Schau vor deiner Abreise kurz auf die Windvorhersage. An einem außergewöhnlich windstillen Tag ist Sorobon wärmer als erwartet, und genau dann kommt Klein Bonaire am besten zur Geltung.
Mit Kindern: Was funktioniert besser?
Für kleine Kinder ist Sorobon komfortabler. Das Wasser ist seicht, es gibt keine Wellen und man hat Schatten, Toiletten und etwas zu essen in Reichweite. Für Kinder, die schon gut schnorcheln, ist Klein Bonaire genau ein Höhepunkt, weil sie dort echte Korallen und Fische sehen.
Weitere Tipps stehen in unserem Leitfaden über Bonaire mit Kindern. Ein Mittelweg ist eine Bootsfahrt nach Klein Bonaire, bei der du an Bord Schatten und eine Toilette hast. Dann kombinierst du das Korallenriff mit Komfort. Mehr darüber steht in unserem Guide über die Die besten Bootsausflüge auf Bonaire.
Wenn du mit Kindern nach Klein Bonaire fährst, wähle das frühe Boot. Du hast dann die kühlsten Stunden und bist zurück, bevor alle überhitzen.
Kosten und Zeit
Klein Bonaire kostet dich eine Überfahrt und einen halben bis ganzen Tag. Du bist an die Fahrzeiten gebunden, also planst du den Tag darum herum. Sorobon kostet dich nur die Fahrt dorthin plus das, was du im Beachclub ausgibst. Du kannst kommen und gehen, wann du willst.
Mehr über die Budgetierung steht in unserem Leitfaden über die Kosten eines Urlaubs auf Bonaire. Kalkuliere bei Klein Bonaire auch deine eigene Verpflegung mit ein: Wasser, Eis, Essen und eventuell gemietete Schnorchelausrüstung. Der Preisunterschied zu einem Tag in Sorobon ist dadurch geringer, als er scheint.
Bei Sorobon bezahlt man meistens nur für das, was man benutzt: eine Sonnenliege, etwas zu trinken und das Mittagessen. Man kann den Tag also so teuer oder so günstig gestalten, wie man selbst möchte.
Ohne Mietwagen
Klein Bonaire lässt sich gut ohne Auto machen, denn das Wassertaxi fährt vom Zentrum von Kralendijk ab. Man läuft einfach dorthin. Sorobon liegt eine knappe halbe Stunde Fahrt entfernt und ist ohne Auto schwieriger. Ein Taxi oder eine Tour mit Transport ist dann die praktische Lösung.
Mehr darüber steht in unserem Leitfaden über Bonaire ohne Mietwagen. Wenn du doch mit dem Taxi nach Sorobon fährst, vereinbare gleich eine Abholzeit. Vor Ort ein Taxi zu finden ist dort schwieriger als in Kralendijk.
Regeln und Natur an beiden Orten
Beide liegen innerhalb des geschützten Meeresparks. Gehst du ins Wasser, benötigst du den obligatorischen Naturbeitrag, das Nature Tag. Bei Klein Bonaire ist das Korallenriff am empfindlichsten: nicht berühren, nicht darauf stehen und nichts mitnehmen. Bei Sorobon gilt dasselbe für das Seegras, welches die Nahrung von Schildkröten ist.
Mehr darüber steht in unserem Leitfaden über Schnorcheln im Bonaire Marine Park. Verwende an beiden Stellen eine Sonnencreme, die das Wasser nicht belastet, oder bedecke es mit Kleidung. In flachem Wasser gelangt alles, was du eincremst, direkt in das Ökosystem.
Warum nicht beides?
Bleibst du eine Woche oder länger, ist die einfachste Lösung, beides zu tun. Sie ergänzen einander und verlangen nach einer ganz anderen Art von Tag. Eine praktische Aufteilung: Klein Bonaire an einem ruhigen Morgen zum Schnorcheln und Sorobon an einem windigen Tag zum Schwimmen und Faulenzen.
Wie das in eine Woche passt, steht in unserem Leitfaden über Bonaire in 7 Tagen. Bleibst du kürzer als vier Tage, wähle dann einen von beiden und mache den richtig. Zwei halbe Strandtage hintereinander bringen weniger als ein Tag, an dem du wirklich zur Ruhe kommst.
Wer zwei Wochen bleibt, macht Klein Bonaire oft sogar zweimal: einmal mit einer Bootstour, um die Schnorchelplätze rund um die Insel zu sehen, und einmal mit dem Wassertaxi für einen langen Strandtag.
Kurz zusammengefasst
Wähle Klein Bonaire für Korallen, klares Wasser, weißen Strand und Ruhe, und akzeptiere, dass du alles selbst mitbringst. Wähle Sorobon für flaches Wasser, Bequemlichkeit, Schatten und einen einfachen Tag mit Kindern, und akzeptiere, dass du kein Riff siehst.
Zweifelst du noch an dem Rest deiner Strandtage, dann schaue in unserem Leitfaden über die schönsten Strände von Bonaire. Und wenn du dich wirklich nicht entscheiden kannst: Frage dich, ob du an diesem Tag vor allem schauen oder vor allem sitzen möchtest. Schauen ist Klein Bonaire, Sitzen ist Sorobon.
Häufig gestellte Fragen zu Klein Bonaire und Sorobon
Wo kann man besser schnorcheln?
Bei Klein Bonaire. Das Riff beginnt dort nahe am Ufer und man sieht viele Riffische. Bei Sorobon sieht man vor allem Seegras und kleine Fische.
Welcher Ort ist besser mit kleinen Kindern?
Sorobon. Das Wasser ist seicht und ruhig und es gibt Strandclubs mit Schatten und Annehmlichkeiten. Klein Bonaire hat von alledem nichts.
Kann man auf Klein Bonaire Essen kaufen?
Nein. Es gibt keine Einrichtungen. Bring Wasser, Essen und all deine Sachen selbst mit.
Wie kommt man nach Klein Bonaire?
Nur mit dem Boot: mit dem Wassertaxi von Kralendijk oder mit einer Bootstour. Es gibt keinen anderen Weg, dorthin zu gelangen.
Ist Sorobon immer windig?
Fast immer, denn es liegt an der Ostseite, wo der Passatwind voll durchkommt. Für Windsurfer ist das gerade die Anziehungskraft.
Muss man für beide die Nature Fee bezahlen?
Ja. Beide liegen innerhalb des Meeresparks, sodass jeder, der ins Wasser geht, den obligatorischen Naturbeitrag benötigt.
Möchtest du beide Orte während deiner Reise sehen? Dann schaue dir an, welche Aktivitäten und Ausflüge zu deinem Urlaub passen.
Aktivitäten auf Bonaire ansehen







































Salzpfannen und Sklavenhütten auf Bonaire: Was sieht man dort?
Gotomeer Bonaire: Flamingos, Natur und Route
Esel-Schutzgebiet Bonaire: Schön zu besuchen?
Sorobon Beach und Lac Bay: Was muss man wissen?